Ein solides Fundament für einen Padelplatz zu bauen, ist für die meisten Bauunternehmen unkompliziert – aber es gibt ein paar Details, die man von Anfang an richtig machen sollte. Die Erdarbeiten bestimmen nicht nur die strukturelle Sicherheit der Stahlkonstruktion, sondern auch, wie gut sich Ihr Padel-Tennis-Bodenbelag über die Jahre bewährt. Wenn hier Fehler passieren, spielt selbst der beste Kunstrasen nicht so, wie er sollte.
Die gute Nachricht: Das ist kein Wolkenkratzer. Die höchsten Lasten treten nur am Rand auf, dort, wo die Stahlkonstruktion im Boden verankert wird. Die zentrale Spielfläche – 20 x 10 m – trägt eine Last, die in etwa mit einer Terrasse vergleichbar ist. Das ist bei der Budgetplanung wichtig, denn die gesamte Bodenplatte muss nicht nach derselben Spezifikation ausgelegt werden.
Bei Outdoor-Padelplätzen spielen die lokalen Bodenverhältnisse eine größere Rolle, als viele Kunden erwarten. Frosttiefe, Bodenbeschaffenheit, typische Niederschlagsmengen – all das beeinflusst, welcher Fundamenttyp sinnvoll ist. Ebenso wichtig: Arbeiten Sie mit einem lokalen Bauunternehmen, dessen Systeme und Materialien bereits auf Ihre Region abgestimmt sind. Eine Lösung, die aus einem anderen Land „importiert“ wird, spart selten Geld, sobald man Logistik und Anpassungen berücksichtigt.
Das Fundament muss vier Kernanforderungen erfĂĽllen:
- Maße und Ankerpunkte — werden mit unserem Angebot geliefert.
- Bewehrtes Streifenfundament entlang des Umfangs zur strukturellen Verankerung. Streifenbreite: ca. 40–50 cm / Tiefe: 50–80 cm*
- Entwässerung der Spielfläche — entweder wasserdurchlässige Oberfläche oder ein Gefälle von ca. 0,7 %
- Oberflächenqualität — leicht rau ist in Ordnung, aber keine Risse oder Unebenheiten. Unregelmäßiger Ballabsprung ist das Erste, was Spieler bemerken – und das vergessen sie nicht.
(*) In kalten Ländern müssen Streifenfundamente frostfrei gegründet werden. Kommt es zu Frost, dehnt sich Wasser aus. Es hat so viel Kraft, dass es das Fundament punktuell anheben kann. Dadurch wird das Fundament selbst beschädigt, sodass Wasser eindringen kann. Dieses Wasser im Fundament verursacht dann die Schäden, indem es von innen heraus aufsprengt. Die Schäden nehmen immer weiter zu, wenn das Fundament nicht ordnungsgemäß verlegt wurde.
Damit ein Fundament frostfrei ist, muss es in einer Tiefe angelegt werden, in der kein Frost mehr zu erwarten ist. Als Beispiel: In Deutschland liegt diese Tiefe im Durchschnitt zwischen 0,80 und 1,50 m. Wie tief es letztlich gefriert, hängt von den lokalen Bedingungen ab. In einem kleinen sonnigen Alpental friert es schneller als im milden Westen Deutschlands unter dem Einfluss des atlantischen Klimas. Für die meisten Regionen reicht eine Tiefe von 80 cm aus, um das Fundament frostfrei zu machen.
Unter dem Fundament eine Drainageschicht
Dennoch wird in der Regel noch eine weitere Vorsichtsmaßnahme getroffen. Unter dem eigentlichen Fundament wird daher zusätzlich eine Drainage- bzw. Trocknungsschicht eingebracht. Diese besteht aus Kies (meist Körnung 16/32), damit Wasser besser abfließen kann und beim Gefrieren keine Schäden verursacht.
In warmen Ländern mit sehr milden Wintern ist die kosteneffizienteste Option die einzelne Bodenplatte mit Gefälle. Auch im folgenden Beitrag beschrieben. (siehe HIER)
Die Deckschicht und warum Entwässerung wichtig ist
Was auch immer unter Ihrem Padel-Tennis-Bodenbelag liegt, muss Regenwasser zuverlässig ableiten können. Der Kunstrasen wird nicht verklebt – er liegt frei über die gesamte Fläche von 200 m² und wird durch etwa 3 Tonnen Quarzsand beschwert, die gleichmäßig über den Platz verteilt werden. Das bedeutet: Oberflächenwasser muss schnell und zuverlässig abfließen können.
Es gibt zwei gängige Binderschicht-Optionen: Bitumen (Asphalt) oder Beton. Von beiden gibt es eine wasserdurchlässige Variante, die man kennen sollte:
Asphalt mit Drainageeigenschaften
(auch „wasserdurchlässiger Asphalt“ genannt)
Wird im Sportstättenbau als Drainage-Tragschicht eingesetzt. Wasser läuft direkt in die darunterliegenden Schichten ab. Die Oberfläche wird gewalzt und erhält dadurch ein gleichmäßiges, ebenes Finish.
- Asphaltdeckschicht: ca. 5–10 cm
- Körnung: ca. 2–16 mm
Drainagebeton
(auch „wasserdurchlässiger Beton“ genannt)
Wird mit einem Hohlraumanteil von mindestens 15 % hergestellt, sodass Wasser hindurchläuft, statt sich zu stauen. Ein Punkt, den Sie vor der Verlegung prüfen sollten: Hervorstehende Steine an der Oberfläche sollten vor dem Auslegen des Rasens flach abgeschlagen werden. Ein kleiner Schritt, der den Bodenbelag von unten schützt.
- Deckschicht: ca. 14–16 cm
- Körnung: ca. 6–8 mm (feinere Körnung = glattere Oberfläche)
Falls KEINE wasserdurchlässige Oberfläche geschaffen werden kann
Wenn eine wasserdurchlässige Oberfläche nicht möglich ist
Streifenfundament mit Betonplatte Wenn eine vollständige Drainage nicht realisierbar ist, sorgt eine Betonplatte mit einem Gefälle von 0,7–1,0 % entlang der 11-m-Seite für den Regenwasserabfluss. Die Platte sollte mit Baustahlmatten (20 x 20 x 5 mm) bewehrt werden und alle 2 x 2 Meter Dehnfugen erhalten. Zur Bewehrung der Bodenplatte wird eine Baustahlmatte von 20 x 20 x 5 mm verwendet.
Streifenfundament und Bodenplatte immer getrennt betonieren
Die Frage, ob beide Teile gleichzeitig betoniert werden könnten, erscheint durchaus plausibel. Leider sollten beide Teile unabhängig voneinander betoniert werden. Zuerst die Streifenfundamente und dann die Bodenplatte. Außerdem kann die Platte erst betoniert werden, wenn der Beton der Streifenfundamente vorschriftsgemäß ausgehärtet ist.
Das Problem ist, dass die Platte ebenfalls sehr schwer ist. Würden Streifenfundament und Platte gleichzeitig betoniert, wäre die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Beton der Platte den Beton des Streifenfundaments buchstäblich wegdrückt bzw. auseinanderschiebt. Das würde die Tragfähigkeit erheblich beeinträchtigen.
Einzelne Betonbodenplatte (20 cm Stärke)
Dieser Ansatz eignet sich für wärmere Klimazonen mit milden Wintern. Er ist einfacher und oft günstiger – da sich die strukturelle Last jedoch an den Randankern konzentriert, ist die Streifenfundament-Methode langfristig in der Regel die sicherere Wahl.
(*) Die Angaben erfolgen ohne Gewähr und dienen lediglich als Richtwerte, um das Gespräch mit dem Bauunternehmen zu erleichtern. Lassen Sie sich von Ihrem Bauunternehmen beraten, damit es auf Basis der lokalen Gegebenheiten und Vorschriften die beste und für Sie günstigste Lösung ausarbeiten kann. Gärtner erstellen häufig Streifenfundamente für ihre Gartenhäuser und könnten ebenfalls helfen.
Bei weiteren Fragen zögern Sie bitte nicht, uns zu kontaktieren.
FAQ
Ein Padelplatz benötigt ein bewehrtes Streifenfundament aus Beton entlang des Umfangs, an dem die Stahlkonstruktion verankert wird. Der Streifen sollte etwa 40–50 cm breit und 50–80 cm tief sein. Die zentrale Spielfläche (20 x 10 m) trägt eine geringere Last, vergleichbar mit einer Terrasse. In kalten Klimazonen muss das Streifenfundament unter die lokale Frostgrenze reichen – in Deutschland zum Beispiel je nach Region zwischen 80 und 150 cm Tiefe.
Der Padel-Tennis-Bodenbelag – Kunstrasen und Quarzsandschicht – wird direkt auf die vorbereitete Tragschicht verlegt. Diese Tragschicht muss entweder wasserdurchlässig sein (mit Drainageasphalt oder Drainagebeton) oder ein Gefälle von etwa 0,7 % aufweisen, damit Regenwasser ablaufen kann. Die Oberfläche sollte fest, leicht rau und frei von Rissen oder Erhebungen sein, da jede Unregelmäßigkeit den Ballabsprung beeinflusst. Etwa 3 Tonnen Quarzsand werden über die 200 m² große Spielfläche verteilt; der Rasen wird nicht verklebt.
Die Fundamentkosten variieren je nach Region, Bodenverhältnissen und gewählter Bauweise erheblich. Ein lokales Bauunternehmen mit etablierten Systemen und Materialien ist in der Regel die kosteneffizienteste Lösung. Die Streifenfundament-Methode ist zwar aufwendiger als eine einzelne Bodenplatte, wird jedoch meist bevorzugt, da sie an den Ankerpunkten – die in einer Padelplatzkonstruktion die höchste Last aufnehmen – eine bessere strukturelle Performance bietet.

